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467,20 € |
-8,20 € |
-1,76 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006070006 |
607000 |
- € |
- € |
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AktienCheck: Blick nach vorne sollte HOCHTIEF-Aktie wieder auf die Beine helfen 05.03.2012
AC Research
Westerburg (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, stuft die HOCHTIEF-Aktie (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) von "kaufen" auf "akkumulieren" zurück.
HOCHTIEF zähle zu den größten Baukonzernen der Welt. 92% der Umsätze generiere das Unternehmen im Ausland. Über die Töchter Turner und Leighton (ISIN AU000000LEI5 / WKN 856187) sei HOCHTIEF zum Beispiel in den USA bzw. Australien (Raum Asien/Pazifik) hervorragend positioniert. Inzwischen sei der spanische Baukonzern ACS (ISIN ES0167050915 / WKN A0CBA2) mit 50% an HOCHTIEF beteiligt.
HOCHTIEF habe in der letzten Woche wie erwartet schwache Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 präsentiert. 2011 sei ein Übergangsjahr gewesen und HOCHTIEF habe mit Entwicklungen und Altlasten zu kämpfen gehabt, die nicht vollständig hätten kompensiert werden können. Daher sei es zu einem Konzernverlust gekommen und Aktie sei daher stark unter Druck geraten. Doch bei HOCHTIEF lohne ein Blick nach vorne, denn die Aussichten seien keinesfalls so düster wie es vielleicht die aktuelle Kursentwicklung vermuten lasse.
Nach Unternehmensangaben habe HOCHTIEF den bisher zweithöchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte erreicht: Es seien neue Projekte über 25,37 Mrd. Euro akquiriert (2010: 29,63 Mrd. Euro) worden. Die Leistung habe in 2011 mit 25,79 Mrd. Euro den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte (2010: 23,23 Mrd. Euro) erreicht. Der Auftragsbestand sei auf 48,67 Mrd. Euro (2010: 47,49 Mrd. Euro) gestiegen. Die Umsatzerlöse hätten sich auf 23,28 Mrd. Euro (2010: 20,16 Mrd. Euro) erhöht. Die Ergebnisentwicklung sei jedoch vom schwierigen makroökonomischen Umfeld und Problemen bei großen Infrastrukturprojekten in Australien belastet worden: Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei mit -127 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (756,6 Mio. Euro) geblieben. Der Konzernverlust habe sich auf 160,3 Mio. Euro belaufen, nach einem Konzerngewinn von 288,0 Mio. Euro im Jahr 2010.
Für Enttäuschung dürfte auch die Streichung der Dividende gesorgt haben. Angesichts des Konzernverlusts im Berichtsjahr würden der Vorstand und der Aufsichtsrat vorschlagen, für 2011 keine Dividende auszuschütten. Für das laufende Geschäftsjahr wolle der Konzern seine Aktionäre aber wie bisher angemessen an der Ergebnisentwicklung des Unternehmens beteiligen.
Für 2012 gehe die Konzernführung davon aus, dass sich der Auftragseingang etwas unterhalb des Vorjahresniveaus normalisieren werde. Und auch Auftragsbestand und die Umsatzerlöse sollten sich unterhalb des Rekordniveaus von 2011 stabilisieren. Das Ergebnis vor Steuern und der Konzerngewinn dürften jeweils eine Größenordnung leicht unterhalb des Rekordjahrs 2010 erreichen.
Auf den ersten Blick sind die publizierten Zahlen nach Meinung der Analysten von AC Research schwach ausgefallen und auch die in Aussicht gestellte Streichung der Dividende für 2011 hat für Enttäuschung gesorgt.
Erneut sei es in der Sparte Asia/Pacific zu hohen Abschreibungen gekommen, die das Ergebnis verhagelt hätten. Daran werde die hohe Abhängigkeit des HOCHTIEF-Konzerns von seiner australischen Tochter Leighton deutlich. Dies könne aber genauso gut positive Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von HOCHTIEF haben. Denn immerhin lägen die Auftragseingänge fast auf Rekordhoch.
HOCHTIEF dürfte in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben und der Ausblick erscheine plausibel. Da sich die Weltwirtschaft stabilisiere und ab der zweiten Jahreshälfte wieder ein Anziehen der Weltkonjunktur realistisch erscheine, halte man sogar ein Übertreffen der Prognosen für möglich. Für zusätzliche Wachstumsfantasie sorge der Einstieg des HOCHTIEF-Konzerns in den Energie-Infrastrukturmarkt, der aufgrund der bevorstehenden Energiewende vielversprechend erscheine.
Insgesamt halten die Analysten von AC Research HOCHTIEF für ein interessantes Investment. Es lohne ein Blick über den Tellerrand hinaus und der Titel sei nicht hoch bewertet. Zudem könnte ACS seinen Anteil an HOCHTIEF durchaus weiter aufstocken und möglicherweise eine vollständige Übernahme tätigen, was wahrscheinlich einen Aufschlag auf den aktuellen Kurs zur Folge hätte.
Die Analysten von AC Research sehen bei der Aktie von HOCHTIEF mehr Chancen als Risiken, doch aufgrund der hohen Ergebnisvolatilität stufen sie den Titel von "kaufen" auf "akkumulieren" herunter. (Analyse vom 05.03.2012) (05.03.2012/ac/a/d)
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